Wer steckt eigentlich hinter Hörgeräte-Schmuck.de?
Das sind wir: ich, Stephanie, und meine Tochter Neele Sophie.
Anfangs lief nicht alles rund, aber wir haben gelernt: Mit Geduld, Ausdauer und ein wenig Kreativität kommt man weit.
Als Baby bestand Neele den routinemäßigen Hörtest, den jedes Kind in den ersten Lebensmonaten durchläuft, ohne Auffälligkeiten. Für uns war das Thema Hören damit abgeschlossen – so dachten wir jedenfalls.
Doch schon im Kindergartenalter begann eine Zeit voller Paukenergüsse, Operationen und Röhrchen, die kamen und gingen. Jeden Winter die gleichen Probleme, jedes Mal die Hoffnung, dass es nun endlich besser werden würde. Und trotzdem schien etwas nicht zu stimmen.

Ich erinnere mich noch gut: Im Winter 2018, sie war damals fünf Jahre, war es so schlimm, dass Neele mich kaum noch verstand. Gespräche im Auto, ohne dass sie von meinen Lippen ablesen konnte, waren fast unmöglich. Sie hatte sich diese Strategie selbst angeeignet – und genau das machte es so schwer, ihre Hörschwäche rechtzeitig zu erkennen.
Immer wieder hörte ich: „Die Hörtests sind unauffällig, alles normal.“ Doch in meinem Herzen wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Also fragte ich nach, drängte immer wieder – bis schließlich unter einer Operation ein spezieller Hörtest, der BEHRA, gemacht wurde.
Endlich hatten wir die Gewissheit: Neele ist mittelgradig schwerhörig.
Es war ein Schock – und zugleich eine Erleichterung. Denn nun hatte ich endlich die schriftliche Bestätigung, die es brauchte, damit sie die Unterstützung bekommt, die sie verdient.
Dass es so spät entdeckt wurde, lag nur daran, dass Neele ihre Hörschwäche unglaublich geschickt kompensierte. Im Kindergarten galt sie als das verträumte Mädchen, das oft in seiner eigenen Welt unterwegs war. Niemand hätte vermutet, dass sie schlicht vieles nicht hören konnte.
Mit der Diagnose kam eine neue Aufgabe in unser Leben: Hörgeräte. Für viele Erwachsene ist es schon nicht leicht, sie zu akzeptieren – wie sollte es dann erst für ein Kind sein? Mir war wichtig, dass Neele sich nicht „anders“ oder gar „behindert“ fühlt. Also erklärte ich ihr: „Manche Kinder tragen eine Brille – und du eben Hörgeräte.“ Doch ich wollte noch einen Schritt weitergehen: Sie sollte ihre Hörgeräte nicht nur annehmen, sondern sie gern und mit Freude tragen.
So begann ich, Hörgeräte-Schmuck zu gestalten – kleine, bunte Verzierungen, die die Geräte nicht verstecken, sondern sie verschönern. Aus einer pragmatischen Idee wurde schnell eine Herzenssache.
Da ich bereits seit 2003 Erfahrung im Onlinebusiness habe – damals mit meinem ersten Onlineshop für Hochzeitsdeko – war schnell klar: Diesen Schmuck möchte ich auch anderen Kindern zugänglich machen. So entstand dieses Herzensprojekt.
Mein Ziel ist es, dass Kinder ihre Hörgeräte nicht als Makel erleben, sondern als etwas Schönes, das zu ihnen gehört und sie stolz macht.
Und dann passierte etwas Wundervolles: Als Neele das erste Mal mit ihren geschmückten Hörgeräten in den Kindergarten kam, wollten plötzlich alle Kinder auch so etwas haben.
Genau so soll es sein – Hörgeräte dürfen etwas Besonderes, Buntes und Schönes sein. 😊